Unser Gehirn funktioniert und lernt so:

Entspannung ... und positive Emotionen sind Voraussetzung dafür, dass unser Hirn Informationen aufnimmt und verarbeitet. Interesse, Spass, Erfolg und Stolz sind lernförderlich wie auch regelmäßig praktizierte Entspannungs-Übungen

Aufmerksamkeit ... ist zu gewinnen, aufzubauen und zu erhalten. Kleine Highlights, Besonderes oder Unvorhergesehenes zum Auftakt bzw. Zwischendurch fördern sie. Dies gilt übrigens auch für die Merkfähigkeit.

Relevante Themen ... sind es, die es durch unsere natürlichen neuronalen Filter und zum Langzeitgedächtnis schaffen. Lernziele und Aufgabenstellungen müssen an persönliche Themen und/ oder bereits vorhandenes Wissen anknüpfen. 

Mentales Hantieren ... mit den neuen Inhalten bzw. Aufgaben ist Voraussetzung dafür, dass neues Wissen langfristig abgespeichert wird. Manche Schüler setzen daher auf eigene Beschreibungen bzw. Zusammenfassungen.


Multi-Sensorik ... das Ansprechen verschiedener Sinneskanäle hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge, da aktuelle Lerninhalte so von mehreren neuronalen Verbindungen  aufgenommen werden.

Wiederholungen ... führen zu wiederholter Aktivierung der beteiligten Neuronen. Diese werden durch mehrfache Aktivierung gestärkt und ausgebaut, somit leistungsfähiger. "Übung macht den Meister!"

Pausen ... klein aber fein, helfen dem Hirn entspannt und aufmerksam zu bleiben. Vor allem die Merkfähigkeit ist damit wieder frisch und leistungsfähiger.

Gesundheit ... ausreichend Schlaf und gute Ernährung sind natürliche Voraus-setzung dafür, dass der Körper und das Gehirn überhaupt entspannen und aufmerksam sein können.


Und so eben nicht:

Ist eine Person ängstlich, frustriert, traurig oder gelangweilt, müde, ausgetrocknet oder nicht gut ernährt dann werden Informationen aus dem Umfeld von den ersten Wahrnehmungsfiltern (RAS retikuläres Aktivierungssystem) weiter geleitet an eine reaktive Hirnregion. Hier passiert mit den eingehenden Informationen folgendes: sie werden ignoriert bzw. gemieden oder abgewehrt. Auf jeden Fall hat eine Person in diesem negativen Zustand keine Kontrolle mehr über die Aufnahmebereitschaft des lernenden Hirns bzw. über die Verarbeitung oder Speicherung der Informationen. Nur wenn er/sie es schafft, hier gezielt Einfluss zu nehmen, wird die Person an diesem Tag noch lernen können.