Artikel & Bücher

 

"RECHENSCHWÄCHE GIBT ES NICHT (Themenabend mit Wolfram Meyerhöfer 02/2019)

Wenn ein Kind nicht rechnen lernt, dann taucht schnell die Frage auf: Leidet es an Rechenschwäche? Auf das Kind wartet dann ein medizinisch-pädagogischer Apparat, die Schule hingegen erklärt sich für unzuständig. Im Vortrag wird ein Konzept vorgestellt, das die Prämisse verneint, dass im Kind ein Defizit vorliegt. Die Annahme ist, dass mangelhafte Beschulung die Ursache ist. In der Aneignung des Mathematischen gibt es faktische, objektive Hürden. In Schulen werd diese Hürden oft gar nicht gezielt bearbeitet. 

 

"Learning an the brain" (Ed100 01/2018)

Dieser knackige englische Artikel outet Neuro-Mythen, also zwar etabliertes aber überholtes Gedankengut. Natürlich werden daneben unsere Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir unser Gehirn pflegen und lernbereit halten können.

 

"Mathe-Angst – Wie die Eltern so das Kind" (Sozialpsychologische Forschung Uni Mannheim)

Wenn Eltern, die Angst vor Mathe haben, ihren Kindern häufiger bei Mathe-Hausaufgaben helfen, kann das bei diesen zu einer schlechteren Mathe-Leistung und dadurch zu verstärkter Mathe-Angst führen.

 

"The Secret to Raising Smart Kids" (Scientific American 01/2015) 

Dieser Augen öffnende englische Artikel fasst die wichtigen psychologischen Erkenntnisse zusammen, die zeigen wie die Grundvorstellungen des Lernenden sein/ihr Lernen prägen und beeinflussen.

 

"Der Todeskuss für die Mädchen" (Die Zeit 09/2015)

Die Neigung zu Mathe hängt sehr von den Erfahrungen beim Umgang mit Mathe ab und so auch von Lob und Tadel, sagt die Motivationsforscherin Carol Dweck, Professorin für Psychologie, USA. 

 

"Rechenschwäche gibt es nicht" (SPEKTRUM 10/2013) 

Kinder sind sehr unterschiedlich. Als Gesellschaft zwingen wir sie aber alle dazu, gleichermaßen die Schule zu besuchen. Damit unterliegt die Schule eigentlich der Verpflichtung, den Stoff so zu lehren, dass alle diese unterschiedlichen Kinder ihn sich auch aneignen können. Diese Verpflichtung erkennen viele Lehrer und die Bildungsadministrationen jedoch nicht. Man tut so, als ob die Schüler eine "Bringpflicht" hätten, so in die Schule zu kommen, wie die Pädagogen sie gern hätten. Wer am Ende nicht passt, wird als unbegabt abgeschrieben.

 

Diagnose Rechenschwäche: "Ich will, dass jedes Kind rechnen lernt" (Spiegel 10/2013)

Wenn Kinder schlecht rechnen, heißt die Diagnose schnell Dyskalkulie. Mathedidaktiker Wolfram Meyerhöfer hält die Unfähigkeit für ein erfundenes Leiden - und weist im Interview Wege für Schüler, die sich mit Mathe schwertun.

 

"Denken statt rechnen: Die Wahrheit über Mathe" (Spiegel 01/2012)

Viele Menschen verwechseln Mathematik mit Rechnen, doch das Hantieren mit Zahlen und Formeln macht nur einen kleinen Teil des Fachs aus. Mathematik bedeutet vor allem kreatives Denken. Es ist ein großes Abenteuer für den Kopf - von dem wir in der Schule oft nur wenig mitbekommen.

 

"Was machen Mathelehrer eigentlich falsch?" (2011) Süddeutsche Zeitung - SZMagazin Heft 22

Kein Schulfach ist so am Ende wie die Mathematik. Sozialforscher von Forsa ermittelten, dass ein Fünftel aller Schüler im »letzten Zeugnis in Mathe mit einer Vier oder schlechter benotet wurde«. Mathematik, das Angstfach. In keinem Fach können Lehrer die Schüler besser auflaufen lassen als in Mathematik. Und Schüler werden im Matheunterricht leider zu oft abgehängt, da Mathe ein Fach st, in dem das Verständnis stark aufeinander aufbaut.

 

"Mathe kann doch Jeder" (Die Zeit 01/2002)

Mit Ideen jonglieren. Muster begreifen, sprechen, Euclid verstehen - ist alles dieselbe Kunst. "Es gibt kein Mathematik-Gen", fühlt sich Keith Devlin gleich zu Beginn verpflichtet klarzustellen, dafür gebe es aber sehr wohl eine "angeborene Fähigkeit zum mathematischen Denken". Und die, das ist die gute Nachricht, besitzen selbst die größten Zahlenphobiker: "Praktisch jeder" habe das nunmehr in Anführungszeichen gesetzte "Mathe-Gen".