Was unser Gehirn so alles leistet

Kognitive Funktionen

Verarbeitungsgeschwindigkeit

Dies ist die Schnelligkeit in der Verarbeitung neuer Elemente, z.B. die Fähigkeit zur Aufnahme und Nutzung von Informationen, zum Schlußfolgern und zum Problemlösen. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit wird zur fluiden Intelligenz gerechnet. Markante Erkenntnisse der Hirnforschung sind:

  • Prof Deary, Uni Edingborough, weist auf genetische Determinanten hin (CAM2-Variante)
  • Sandra Hay weist auf eine Alters- und Reifeabhängigkeit hin. In der Neurobiologie ist bekannt, dass die Myelin-Dichte eine Rolle spielt, deren Wachstums natürlicher Teil der menschlichen Entwicklung und Reifung ist.
  • Trainings scheinen eher weniger Effekt zu haben.

Und was heißt das für Mathe Lernen? Schüler sollten möglichst keinem belastenden Druck ausgesetzt werden. Dazu kann auch gut gemeinter Ansporn zählen. Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass dies über die Amygdala oft eine Stressreaktion anstößt, die die Selbststeuerung hemmt und damit Unsicherheit, Verwirrung und Langsamkeit verursacht/ verstärkt. Akzeptieren Sie das in Ihren Augen womöglich noch langsame Kind in seiner Art des Lernens und Arbeitens, zeigen Sie Geduld, Anerkennung und Bereitschaft. In einer solchen annehmenden Lernatmosphäre kann es üben, Wege finden, sich entwickeln und reifen.

 

 

 

Weiteres aktuelles Wissen zu besonderen kognitiven Funktionen, die letztlich auch für Mathe Lernen eine Rolle spielen, recherchiere ich gerade ... in Arbeit!