Wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg!

(Laotse)

 

erfolgreich Mathe lernen - So geht's!

LERNEN IST ...

... menschlich, bereichernd und entwickelt sich natürlicherweise immer weiter.

... aktiv sein: probieren, hinterfragen, wiederholen, erinnern, besprechen.

Dies gilt auch und ganz besonders für Mathe Lernen ...

... mit Mengen, Formen, Größen, Mustern, Zahlen, Vergleichen und Veränderungen.

... in Alltag, Kindergarten, Schule und Beruf.

... von Anfang an, ein Leben lang!


Dank moderner Forschung wissen wir: Hirn kann immens viel - auch Mathe!  Wir verstehen zunehmend, wie Mathe erfolgreich gelernt werden kann, was Lernende selbst und Schule bzw. Familie dafür tun können. Natürlich sind Engagement und Verstehen  das A und O. Allerdings gibt es noch folgende wichtige Ansatzpunkte, die zu berücksichtigen sind:

Erstens:

Wir alle brauchen Lernklarheit, um mit all unserer Kraft lernen zu können! Wir müssen lernen wollen und auch davon überzeugt sein, dass wir lernen können! Dies muss im Fall "Mathe lernen" ganz besonders betont werden. Denn

  • leider Mathe hat "ein verrücktes Image", es kursieren sehr penetrante Gerüchte über das angebliche "Können-von-Mathematik". Diese  herrschen in den Köpfen, vernebeln Lernklarheit und behindern Lernen. Dabei sind sie schlichtweg falsch, wie endlich mehrfach bewiesen wurde und wie wir heute wissen!
  • "man ist das anstrengend!" ist leider allzu oft negativ belegt. Dabei ist es genau dieses Gefühl von Anstrengung, das unser hart arbeitendes, lernendes und dabei tatsächlich wachsendes Gehirn aussendet. Also: ist es anstrengend, dann ist das super Training fürs Gehirn (wie Sport für einen Muskel!).
  • "mit Geduld und Spucke fängt man jede Mucke!" ist eine hier sehr passende Weisheit! Lernen braucht Zeit, ein mathematisches Aha wird erobert auf individuelle Art und Weise!

Zweitens:

Mathe lernen, Rechenstörungen vermeiden

Wir alle haben den sogenannten Zahlensinn,
natürlicherweise in unseren Ur-Genen.

Unser Hirn verfügt über diesen intuitiven Sinn für Mengen,
so wie unsere Augen über den Sehsinn verfügen.

Grundlegendes mathematisch Hantieren
ist Teil unserer menschlichen Natur.

Dies darf selbstbewusst und lernklar machen!

 

Lernen fällt uns leichter, wenn es uns gut geht.

Unser Hirn ist dann bereit für Informationen, leitet sie weiter, 

verarbeitet sie, speichert sie und entwickelt sich weiter.

Also, damit Lernen gelingen kann: Hirn ON!  

 

Drittens:

Fokus auf den Lernfortschritt ist angesagt! Fehler bzw. Umwege sind Teil des Fortschritts, denn hier wird das Gehirn ganz besonders intensiv aktiviert und dies ist ein großer neuronaler Wachstumsimpuls. Jeder Moment des Knobelns, Versuchens, Verbesserns, Suchens oder Grübelns ist eine große kognitive Investition. Fehler sind also wichtige Freunde im Lernprozess, sie sind es schon beim Laufen lernen gewesen! Fehler, die wir als Chance sehen, aktivieren unser Hirn sehr stark und sehr weit verzweigt; so fördern sie Anregung, Aufmerksamkeit, Einsicht und Verständnis! Ist doch klar ... "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" und "Wo gehobelt wird fallen Späne"!

 

Viertens:

"Embodied Kognition" bzw. "körperliche Erkenntnis" fundiert und bereichert Lernprozesse. Der Körper und seine Bewegungen können dabei helfen, Verständnis für Konzepte zu entwickeln. Mit den Finger Mengen oder Formen darstellen, eine Entfernung mit Armen repräsentieren oder Zusammenhänge mit Objekten nachstellen hilft im "multimodalen Sinne": das Gehirn wird breit aktiviert, d.h. vielfältige neuronale Verbindungen werden genutzt und geprägt im Sinne des Lernens. Bewegungen bzw. körperlicher Ausdruck sollte gern reichhaltig zugelassen und genutzt werden, um Konzepte in Mathe zu besprechen, auszuprobieren und letztlich zu erobern.

Nicht zu vergessen "Visualisierungen, Bilder"! Die Welt der Mathematik kann sehr schön visuell vorgestellt und dargestellt werden. Arbeitet man visuell an Mathe-Aufgaben, so hilft dies dem Gehirn vielseitige neuronale Verbindungen zu aktivieren und zu nutzen. Dies ist ein heißer Tipp von Mathematikern!

Fünftens:

Eltern sind alltäglich und im Alltag wichtige Lernbegleiter, Vorbilder und Stützen. Sie können von zu Hause aus die starke Lernwurzeln genauso wie Lernflügel verleihen. Sie können helfen, gute Bedingungen für erfolgreiches Lernen zu schaffen und weitere Hilfen oder Ressourcen zu nutzen. Sie können Lernen vorleben, es selbst genießen, feiern, erarbeiten, immer wieder neu angehen, als Auf-und-Ab begreifen, im Alltag erkennen, einfordern, verteidigen, zuversichtlich angehen .....

 

Sechstens:

Schüler ... sind letztlich selbst gefragt und herausgefordert. Dabei dürfen sie sich auf vertrauensvolle Erwachsene in ihrem Umfeld verlassen, die ihnen Unterstützung bieten, den Weg ermöglichen und Perspektiven ausloten. ...

 

Siebtens:

Die Lehre ... liegt letztlich in den Händen der Schule und der Lehrer, institutionell verantwortlich für erfolgreiche Bildung. Die zahlreichen erfolgreichen Schulen und Lehrer machen vor, wie gute Schule und erfolgsversprechender Unterricht aussehen kann. Die Lehre ist entscheidend für erfolgreiches Lernen, dies wurde vielfach belegt.