Lernen können, ja! Lernstörung, nein danke!

Mathe lernen begleiten und fördern

Kinder wollen in der Regel Mathe lernen und können dies auch natürlicherweise! Sie sollten nicht zu früh und unnötigerweise als schwach deklariert werden (leider heften die allzu oft nur wenig verstandenen Etiketten rechenschwach, Rechenstörung, Dyskalkulie sehr stark). Dies ist pädagogisch wenig hilfreich und psychologisch ein Disaster. Wir sollten ihnen vielmehr eine gute und wirksame Begleitung und Lehre bieten und uns mit ihnen über ihre Entdeckungen freuen.

 

Eltern und Fachpersonal sind die wichtigsten Lernbegleiter. Der gemeinsame Alltag und das Miteinander in Kindergarten und Schule bieten wertvolle Gelegenheiten für mathematische Aha's von Anfang an und immer wieder: wir nutzen Mengen, Größen, Zahlen und Maße, wir bewegen uns im Raum, sortieren, ordnen, schätzen, vergleichen und messen. Gemeinsame Erfahrungen, aufmerksame Dialoge und zuversichtliche Aufmerksamkeit für das Lernen helfen. Sie sollten alters- und entwicklungsgerecht sein:

 

Kleinkinder bzw. Kindergartenkinder 

 

Frühe, spielerische und damit kindgerechte Erlebnisse und Erfahrungen umfassen natürlicherweise auch Mathe in ihrer Welt! Kinder gelten als "kleine Wissenschaftler", die ihre alltägliche Umwelt emsig erforschen und so ganz selbstverständlich lernen. Dies ist ihr natürlicher Wissensdrang, das Leben bahnt sich so seinen Weg; sie erobern sich beim Spiel beeindruckende Kenntnisse, Fähigkeiten, Vorstellungsbilder und bilden dabei natürlicherweise ihr Gehirn und ihren Körper, ihre neuronalen und sensomotorischen Strukturen! In ihrem Alltag, beim Spiel und im Kindergarten machen Kinder also schon früh Erfahrungen, die schließlich die Basis für ihre weitere Entwicklung sowie für einen erfolgreichen Schulbeginn bilden. Eltern und Erzieher sind frühe Lernbegleiter und damit wichtige Wegbereiter:

  • sie bieten und gewähren die Möglichkeiten zu ERFAHRUNGEN, also zum ausgiebigen Hantieren mit allerlei Objekten und Gegebenheiten: mit Objekten, Mengen, Formen und Größen sowie mit Zusammenhängen, Beziehungen, Mustern, Raum und Zeit.

  • sie begleiten die Entwicklung des LernBEWUSSTSEINs durch Fragen, Staunen, Versprachlichen, Wiederholen, Variieren, Freuen, Zuversicht, Loben von Einsatz, Anstrengung, Neugier, Mut, Fragen, Erklären, Zeigen, Agieren.

  • sie beobachten LERNWEGE, ihre Ressourcen und Hindernissen: wie widmen die Kinder sich derartigen Erfahrungen (neugierig, initiativ, wiederholend) und wie verinnerlichen sie diese? Werden Themen bevorzugt bzw. gemieden? Werden stabile, vollständige, genaue Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Formen, Raumlage, etc. sowie von Handlungen wie Vergleichen, Sortieren, Gruppieren, Zählen entwickelt?

  • sie werden FRÜH AKTIV im Falle von Unsicherheiten. Bereits vor der Schule ist der beste Zeitpunkt, um früh nachzuhelfen bzw. zu fördern. 

Weitere Informationen: "Kindgerechte Mathe-Erfahrungen im Alltag der Familie oder Tagesmutter sowie im Kindergarten"

Mathe Frühförderung, Vorläuferfertigkeiten, Orientierungsrahmen

früh Fördern, Rechenstörungen vermeiden
hilfreiches Dienes-Material

Kinder im Vorschul- und Grundschulalter 

  • Wichtig bleiben reichhaltige, KONKRETE Erfahrungen mit Mathe in Alltag und Schule. Dabei wird es ebenso wichtig, ihre gedankliche und SPRACHLICHE Auseinandersetzung mit mathematischen Aspekten zu begleiten (> hier weitere Anregungen).
  • Erfahrungen und Themen werden komplexer und abstrakter. Von Anfang an sollte ZEIT und WIEDERHOLUNGEN gewährt werden, damit sich grundlegende Einsichten, Konzentration und Sprache tragfähig ausbilden können.

  • Mit einer weiterhin guten BEOBACHTUNG ist abzusichern, dass Lernende mathematische Symbole und Zusammenhänge wirklich verstehen. Das Miteinander zwischen Eltern und Lehrpersonen ist hilfreich für die Einschätzung des Lernstands.

  • Werden mögliche Lernhindernisse FRÜH erkannt und adressiert, können Missverständnisse oder Lücken oft leicht ausgeglichen werden und das Kind schließt wieder auf. Zu einem frühen Zeitpunkt gefördert heißt eben auch, dass sich erst gar keine Negativspirale aufbauen kann.


Schüler auf weiterführenden Schulen 

  • Ein wo immer möglich, sinnvolles Anknüpfen der neue mathematische Themen an den Vorerfahrungen der Lernenden hilft dabei, auch neue Symbole, Beziehungen und Prozeduren gut nachzuvollziehen und zu verstehen.
  • Ein aktiver LERNDIALOG fördert das Verständnis auf zwei Weisen: Sichtweisen werden ausgetauscht und bereichern die eigene Perspektive; eigene Ideen beschreiben/ versprachlichen fördert das eigene Verständnis.
  • Je nach individueller Mathe-Historie, gibt es leider Wunden. Hier sind vorgelebte OFFENHEIT & ZUVERSICHT umso wichtiger; Lernen darf nicht abgestempelt werden. Lernende brauchen Perspektiven für INDIVIDUELLE Lernwege und Lernerfolge.
  • Weiterhin ist die Beobachtung des Lernenden und der Lösungsansätze wichtig. Dies erfolgt nun gemeinsam mit ihm/ihr. So wird gleichzeitig eine zielführende Reflexion und Einschätzung des eigenen Lernfortschritts gefördert (Meta-Kognition).

weitere Informationen: "Integrative Lerntherapie"

Hier folgen in Kürze weitere Informationen: "Lern-Coaching"

Mathe lernen, Dyskalkulie erleichtern

Bei markanten Vermeidungshaltungen, Belastungen oder regelmäßigen Problemen mit mathematischen Aspekten braucht ein Schüler jeden Alters frühzeitig mehr als Nachhilfe.

            Eine erste Beratung hilft die Situation zu erhellen und Möglichkeiten abzuwägen

                              Eine Lerntherapie bietet individuelle Lernwege und ganzheitliche Hilfen 

                                                  Ein Lern-Coaching bietet eine zielorientierte Ausrichtung und Begleitung