Was ist das?

"integrative Lerntherapie"

"Hilf' mir, es selbst zu tun!"
(Maria Montessori)

 

Dies ist eine zentrale Grundidee der integrativen Lerntherapie, sie ist Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu knüpft sie immer am gegebenen Lernstand des Lernenden an und berücksichtigt dessen Bedürfnisse und Zielvorstellungen. Eine Lerntherapeutin geht dabei ein auf die aktuelle Lebenssituation und Persönlichkeit des Lernenden. Sie hilft dabei Lernziele zu formulieren, die beleben und mobilisieren, um sodann Lernhindernisse zu erkennen und abzubauen, Kompetenzen zu entfalten und das Selbstbild des Lernenden ins rechte Licht zu rücken (seelische Gesundheit). 

 

Integrative Lerntherapie heißt sie wirkt integrativ: Wissen und Methoden aus Pädagogik, Psychologie, Medizin und der Fachdidaktik fließen ein und wesentliche Lern-Beteiligte (Eltern, Lehrer, etc.) werden involviert, um das persönliche Lernen zu verstehen und positive Lernerfahrungen zu gestalten.

 

Wie helfe ich also genau mit einer Lerntherapie?

Bevor ich hilfreich begleiten kann, mache ich mir ein persönliches Bild vom Lernenden, der Lernhistorie, dem Lernumfeld und dem Lernstand. Dies ist eine fundierte Anamnese oder Erhebung der individuellen Situation, Kompetenzen und Vorstellungen. Dies hilft bereits, um aufzuzeigen welche Inhalte bereits gut angeeignet wurden und welche weiteren Lernschritte noch erforderlich sind. Das Vorgehen passe ich gern so an, dass wir uns wohl fühlen und aufeinander einlassen können.

 

Die Einsichten aus der Anamnese ermöglichen mir einen Therapieplan mit Vorschlägen zur Förderung im nächsten Schritt zu entwerfen. In einem folgenden Gespräch dazu erläutere ich meine Einschätzung des Lernstands und wir vereinbaren gemeinsam wie es weitergehen kann, mit oder ohne meine weitere Begleitung.

 

Den weiteren lerntherapeutischen Prozess starten wir sodann nach Vereinbarung. Unsere Zusammenarbeit kann sich auf wenige Termine beschränken oder regelmäßig über mehrere Monate laufen. Dabei ist mir immer wichtig, dass Lernende von Anfang an die eigenen Stärken einbringen können und ihre Kompetenzen erleben. Sie sollen die eigene Lernentwicklung einschätzen und Lob wie Lernfreude als natürliche Teile des Lernweges annehmen. Gemeinsam beobachten wir also ständig die Lernentwicklung und reflektieren gesetzte Ziele, auch um das Vorgehen gezielt anpassen zu können. Ich lege in der Regel Wert darauf, dass Eltern und Lehrer als wichtige Lern-Begleiter in den lerntherapeutischen Prozess einbezogen werden. Inwieweit dies möglich und sinnvoll ist, besprechen wir natürlich gemeinsam.

Alle Förderinhalt bearbeite ich mit hilfreichem Material, das Zusammenhänge erfahrbar macht und Einsichten erlaubt. Wir führen intensive Lerndialoge und gemeinsam entdecken wir kuriose Zusammenhänge, Möglichkeiten und Lösungswege. Natürlich wiederholen wir so oft und wann auch immer sinnvoll und hilfreich; dies stärkt Einsichten und läßt Fähigkeiten wachsen. Gleichfalls wagen wir uns an ausgewählte Herausforderungen; dies nährt Neugier, Mut und Fehlertoleranz. 

 

Die integrative Lerntherapie wird eingerahmt durch regelmäßige Lernentwicklungsgespräche auch mit den Eltern. Diese sind eine wertvolle Gelegenheit die gemeinsame Sicht zu stärken und das weitere Vorgehen gemeinsam im Auge zu behalten. Ziele und Vorgehensweisen können dabei gut zusammen reflektiert und angepasst werden. Sollte die Lerntherapie dann auslaufen, findet ein Abschlussgespräch statt.