Was ist das?

"integrative Lerntherapie"

"Hilf' mir, es selbst zu tun!"
(Maria Montessori)

 

Dies ist eine zentrale Grundidee der integrativen Lerntherapie, sie ist Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu knüpft sie immer am gegebenen Lernstand des Lernenden an und berücksichtigt dessen Bedürfnisse und Zielvorstellungen. Als Lerntherapeutin gehe ich dabei ein auf die aktuelle Lebenssituation und Persönlichkeit des Lernenden. Ich helfe dabei, das Lernen zu beleben, Lernhindernisse zu erkennen und abzubauen, Stärken zu entfalten und das Selbstbild des Lernenden ins rechte Licht zu rücken (seelische Gesundheit). 

 

Integrative Lerntherapie heißt sie wirkt integrativ: Wissen und Methoden aus Pädagogik, Psychologie, Medizin und der Fachdidaktik fließen ein und wesentliche Lern-Beteiligte (Eltern, Lehrer, etc.) werden involviert, um das persönliche Lernen zu verstehen und positive Lernerfahrungen zu gestalten.

 

Wie helfe ich also genau mit einer Lerntherapie?

 

----- das persönliche Kennenlernen / Anamnese

Bevor ich hilfreich begleiten kann, mache ich mir ein persönliches Bild vom Lernenden, der Lernhistorie, dem Lernumfeld und dem Lernstand. Dies ist eine fundierte Anamnese oder Erhebung der individuellen Situation, Kompetenzen und Vorstellungen. Es zeichnet sich ab, welche Inhalte bereits gut angeeignet wurden und welche weiteren Lernschritte noch erforderlich sind, welche hilfreichen Ressourcen genutzt werden und welche womöglich nicht ausgeschöpft werden können. Das Vorgehen passe ich gern so an, dass wir uns wohl fühlen und aufeinander einlassen können. Die Anamnese umfasst drei Teile

 

- Lernstand Mathematik 

- Kindheit, Entwicklung und Familie

- Schulhistorie 

 

----- der individuelle und konkrete Plan zur Lerntherapie

Die Einsichten aus der Anamnese ermöglichen mir einen Therapieplan mit Vorschlägen zur Förderung zu entwerfen. In einem Elterngespräch erläutere ich diesen Plan, einschließlich 

- Lernstand und Lernsituation
- Stärkung des Lernenden
- Förderung wichtiger mathematischer Grundbausteine und Fähigkeiten
- integrative Lernbegleitung, um das gesamte Lernumfeld einzubeziehen und an einem Strang zu ziehen

Wir vereinbaren gemeinsam wie es weitergehen soll. Unsere Zusammenarbeit kann wöchentlich stattfinden oder zu Beginn sogar in kürzeren Abständen vereinbart werden, z.B. zwei bis drei Termine je Woche. In der Regel finden wir kurzfristig einen geeigneten Termin.

 

----- der passgenaue und interaktive Prozess der Lerntherapie

Den weiteren lerntherapeutischen Prozess starten wir sodann nach Vereinbarung. Dabei stehe ich dafür ein, dass Lernende von Anfang an die eigenen Stärken einbringen können und ihre Kompetenzen erleben. Sie sollen die eigene Lernentwicklung selbstverständlich einschätzen lernen, Lob und Lernfreude sowie Niederlagen als natürliche Teile des Lernweges annehmen. Zuversicht und ein positives Selbstbild sind Wegbereiter des weiteren guten Lernens.

 

Die mathematischen Inhalte bearbeite ich mit hilfreichem Material, das Zusammenhänge erfahrbar macht und Einsichten erlaubt. Wir führen intensive Lerndialoge und gemeinsam entdecken wir kuriose Zusammenhänge, Möglichkeiten und Lösungswege. Natürlich wiederholen wir so oft und wann auch immer sinnvoll und hilfreich; dies stärkt Einsichten und läßt Fähigkeiten wachsen. Gleichfalls wagen wir uns an ausgewählte Herausforderungen; dies nährt Neugier, Mut und Fehlertoleranz.  Während der Arbeit mit Material, Geschichten, Aufgaben, etc. beobachten wir gemeinsam ständig das Lernen bzw. die Entwicklung und reflektieren gesetzte Ziele. So wächst Lernbewusstsein und Lernen wird erlernt. Dabei besteht immer die Möglichkeit, das Vorgehen gezielt anpassen zu können. 

 

Eine integrative Lerntherapie lebt von der Integration wichtiger Lernbegleiter: Eltern und Lehrer werden entsprechend weitgehend in den lerntherapeutischen Prozess einbezogen. Inwieweit dies möglich und sinnvoll ist, besprechen wir natürlich gemeinsam.

 

----- das integrative Miteinander während der Lerntherapie

 

Die integrative Lerntherapie wird eingerahmt von dem ersten Planungs- und Zielgespräch sowie durch regelmäßige Lernentwicklungsgespräche auch mit den Eltern und der Lehrkraft. Diese Gespräche sind eine wertvolle Gelegenheit die gemeinsame Sicht zu stärken und das weitere Vorgehen gemeinsam im Auge zu behalten. Ziele und Vorgehensweisen können dabei gut zusammen reflektiert, abgestimmt und angepasst werden.

Sobald die Lerntherapie auslaufen soll, findet ein Abschlussgespräch mit der Familie statt.