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Mathelehrer Lawrence Martinek

Schüler haben eigentlich KEIN Problem mit Mathe. Womit sie aber ein Problem haben, das ist wenn sie verwirrt oder hilflos sind, eingeschüchtert oder bloß gestellt werden beim Mathe lernen. Haben oder entwickeln sie ein besseres Mathe-Verständnis, so können Ängste und Abneigungen abgebaut werden und ihre Leistung kann gedeihen.

Mathematiker Wolfram Meyerhöfer (Universität Paderborn)

"Wenn Kinder mit Mathematik auf Kriegsfuss sehen, attestieren ihnen Experten häufig eine so genannte Rechenschwäche.

Doch dieser Begriff lädt die Schuld zu Unrecht bei den Betroffenen selbst ab. Jedes Kind kann Rechnen lernen - mit den richtigen Methoden."

(2015) American Psychological Association: "Ist dir klar, dass du schlauer werden kannst, so macht dich diese Vorstellung schließlich erfolgreicher, da du besser arbeiten und durchhalten kannst!"

Die Ansicht, dass Intelligenz formbar und veränderbar ist, führt zu besseren akademischen Leistungen. Dies vor allem im Falle von Menschen mit negativem Selbstbild oder auch Opfer von Stereotypen. Schüler, die dies lernten, verbesserten ihre Leistungen gegenüber Schüler mit der Vorstellung Intelligenz sei eine feste Größe. Außerdem maßen sie ihrem Lernen mehr Bedeutung bei und waren motivierter. (... weil ermutigter?!)


Maria Montessori

"Hilf mir, es selbst zu tun. Tu es nicht für mich, ich will und kann es alleine tun." 
... Red: Ich muss es alleine tun, um es zu begreifen, verstehen, verinnerlichen.

 

Aus dem Berufsleben geplaudert - Personalmanager

Die Mathematik hilft uns dabei, die Welt sowie Ereignisse um uns herum mit ihren Mustern und Eigenarten zu verstehen. Die mathematischen Werkzeuge und Denkansätze dienen nicht nur Physikern und Ingenieuren sondern auch Medizinern, IT-Technikern, Kaufleuten, Architekten, Geologen, Biologen und sogar Künstlern, Sportlern und Musikern. Ein grundlegendes Matheverständnis hilft dabei mitreden zu können.

Aus dem Berufsleben geplaudert - Chirurg

Als Chirurg hat mir mathematisches Verständnis sehr oft weitergeholfen. Es hat meine Herangehensweise an Probleme sowie die Suche nach Lösungen maßgeblich beeinflusst. Es geht soweit, dass ich Besprechungen entsprechend objektiv und strukturiert denkend anders leite. Mathematisches Denken ist in meinen Augen eine unverzichtbare Kompetenz, die unbedingt grundlegend entwickelt und eingeübt werden sollte. 


Aus dem Berufsleben geplaudert - Schriftsteller und Lektor

Als Schriftsteller, Herausgeber und Lektor benötige ich einen guten Sinn für Präzision und sprachliche Treffsicherheit. Gleichzeitig hilft mir mein mathematisches Verständnis dabei diverse fachliche Texte zu studieren und einzubeziehen.


Aus dem Berufsleben geplaudert - ?

Einige Inhalte der schulischen Mathematik tauchen vielleicht nie wieder in meinem Leben auf. Allerdings habe ich über die schulische Mathematik gelernt strukturiert und gleichzeitig flexibel zu denken und gute Entscheidungen im Alltag sowie im Berufsleben treffen zu können.


Aus dem Berufsleben geplaudert - Datenbankmanager

Im Rahmen meiner Arbeit mit Datenbanken, ihrer Analyse oder ihrer Entwicklung, ist weitgehendes mathematisches Denken gefordert. Mathematisches Denken umfasst für während der Analyse der Anforderungen an eine Datenbank logisches Denken bzw. Ableiten können, in Beziehung zueinander setzen, Bedeutungen klären, sowie Optionen und allgemeine oder besondere Bedingungen einbeziehen. Während der Entwicklungsarbeit sieht das dann etwas anders, auch mathematisch aus: ich muss kreativ und flexibel arbeiten, um Probleme/Fragestellungen ausdauernd und immer wieder von Neuem zu überdenken und um Lösungen zu erarbeiten. Ich muss mich oft schrittweise vortasten und die Lösung puzzle-artig entwickeln. Dies habe ich besonders beim mathematischen Knobeln und systematischen Verstehen von Aufgabenstellungen eingeübt.


(05/2015) Stanford University setzt sich für Schüler ein

Wir stecken in einer Mathekrise. Die armen Schüler bekommen den Eindruck vermittelt, dass es in Mathe um Leistung geht. So entwickeln sie die Vorstellung, dass sie das bestimmt nicht schaffen können. Dies liest man von Jo Boaler, Stanford University USA. Und in einem weiteren Interview weist sie gern auf die Ergebnisse ihrer Untersuchung hin: nur weniger gute Ergebnisse hatten gerade jene Schüler erzielt, die sich beim Lernen am meisten auf Auswendiglernen konzentriert hatten. Deren Vorstellung war es, dass in Mathe viel auswendig zu wissen sei. Es wurde aber schnell schwierig für sie, wenn es um Lösungsideen oder andersartige Anwendungen ging. Eine wahrhaft mathematisch kompetente Person kann auch einmal etwas faktisches vergessen, aber durch ihr grundsätzliches mathematisches Verständnis kann sie dennoch eine Antwort entwickeln.

 

(03/2015) Stanford University, Jo Boaler äußert sich sehr sehr vorsichtig bis hin zu skeptisch bzgl. Dyskalkulie

Es ist sehr schwierig zu sagen, wer mit einer Matheschwäche geboren wurde oder wer durch die eigenen Erfahrungen im Matheunterricht mathe-schwach gemacht wurde. Ich weiß, wir können das verändern, Kinder können Mathe lieben. 


(05/2013) Bill Gates berichtet "Lehrer brauchen Feedback"

Wir alle brauchen Menschen, die uns Feedback geben. Auf diesem Wege entwickeln und verbessern wir uns. Unglücklicherweise gibt es eine Gruppe von Menschen, die systembedingt kaum bis gar kein systematisches Feedback zu ihrer Arbeit bekommen. Un diese Menschen haben auch noch einen der wichtigsten Berufe überhaupt. Ich meine Lehrer.

Wie sollen sie also jemals wissen, was einen guten Lehrer ausmacht? Wie sollten sie wissen, was sie womöglich anders machen können? Es gibt nur wenig konkrete Anhaltspunkte dazu. Daher hat die Gates Stiftung in Zusammenarbeit mit mehr als 3000 Lehrern in 2009 eine Studie begonnen zum Thema "Effektive Lehrmethoden" (Measures of effective Teaching MET).


(03/2008) Bill Gates bestätigt mangelnde Schulqualität als Risiko für die Zukunft der USA

Gates setzt sich für qualitative Bildung an öffentlichen Schulen ein. Er sagt, die USA werde den Erfolg und damit den Wohlstand des Land langfristig nicht erhalten können, wenn nicht entsprechend gut ausgebildete, engagierte Bürger nachwachsen. Der Erfolg und Wohlstand der USA basiere heute auf Innovation und Technologie. Um dies zu erhalten und auszubauen, werden mathematisch kompetente Bürger dringend benötigt, die wichtige Berufe für das Land übernehmen können. Sollte die USA dabei versagen, seine jungen Menschen entsprechend sinnvoll in mathematischer, wissenschaftlicher und technologischer Hinsicht zu bilden, dann werde sie zurückfallen im globalen Geschehen. Bereits heute seien wichtige Stellen unbesetzt. Dies müsse sich alsbald ändern, wenn man viele sowie gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen und erhalten wolle. Er drängte die Politik dazu, Qualität und Erfolg der Lehre messbar zu machen und gezielt zu fördern.