Intelligenz bezieht sich auf die intellektuelle, kognitive Leistungsfähigkeit. Interessant sind unter anderem die Unterschiede zwischen Generationen und Gruppen. Eine bessere Ernährung, frühere und bessere Bildung sowie weitere Faktoren tragen zu Messunterschieden der Intelligenz (IQ) bei. 

 

Es gibt verschiedene Intelligenztheorien, die Intelligenz, ihre Faktoren, Ursachen und Auswirkungen zu erfassen versuchen. Ein interessantes Beispiel bietet Robert Sternberg (Psychologe, Intelligenzforscher von Stanford und Yale). Er definierte "Intelligentes Verhalten umfasst sich an das Umfeld anzupassen, sein Umfeld zu beeinflussen bzw. zu verändern sowie sich ein passenderes Umfeld zu suchen." Er beschreibt Intelligenz als ein Wechselspiel zwischen Person und Umwelt: erfolgreiche Personen haben eine solide Palette intelligenter Fähigkeiten erlernt bzw. entwickelt und setzen diese zur Erreichung ihrer Ziele ein. Sie verlassen sich nicht auf angeblich "angeborene Fähigkeiten oder Talente" für ihren Erfolg. Sie kennen und vertrauen auf ihre Stärken, nutzen sie gezielt und bauen sie aus. Sie arbeiten an ihren Schwächen und werden dort besser. Seine Arbeiten wurden allerdings bis heute nicht vollständig in Intelligenztests aufgegriffen.

 

Die Intelligenzforschung scheint weiterhin in reger Diskussion zu stehen. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Intelligenz nur ansatzweise genetisch bestimmend ist, und dass das persönliche Umfeld maßgeblichen Einfluß hat. Eine zunehmende Anzahl von Intelligenz-Studien prägen diese Denkrichtung:

  • Intelligenz kann entwickelt werden und entwickelt sich ein Leben lang
  • ein sozio-ökonomisch benachteiligtes Lernumfeld kann einen überdurchschnittlich markanten, negativen Einfluss auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten haben (Anregungen, Förderungen, Stress, Ängste, etc.)
  • Schulen sowie pädagogische Interventionen haben signifikanten Einfluss auf die Entwicklung von Intelligenz und kognitiver Leistungsfähigkeit